Demokratie-quiz

Die Schweiz ist eine direkte Demokratie. Was bedeutet das?

Der Begriff Demokratie kommt aus dem Griechischen und bedeutet «Herrschaft des Volkes». In einer direkten Demokratie kann das Volk nicht nur über Wahlen, sondern durch Volksabstimmungen direkten Einfluss auf die Politik nehmen.

Was ist ein föderalistischer Staat, wie die Schweiz?

Die politische Macht ist zwischen der Bundesregierung, den 26 Kantonen und ihren Gemeinden aufgeteilt.

Der Kanton Zürich hat eine repräsentative Demokratie, was bedeutet das?

Eine repräsentative Demokratie heisst, dass die Meinungen der Bevölkerung durch gewählte VertreterInnen im Parlament und der Regierung vertreten werden. Die BürgerInnen wählen ihre Vertreterinnen und Vertreter in den Kantonsrat (Legislative) und den Regierungsrat (Exekutive).

Wer ist im Kanton Zürich stimmbereichtigt?

Stimmberechtigt sind alle Leute, die im Kanton Zürich wohnen, einen Schweizer Pass haben und mindestens 18 Jahre alt sind.

Wo tagt der Zürcher Regierungsrat?

Seit 1698 im Rathaus am Limmatquai in der Stadt Zürich.

Nenne 3 Aufgaben der Schweizer Regierung?

Zum Beispiel: Gesetzgebung, Verwaltung, Vertretung im Ausland, Sicherheit und Verteidigung, Wirschafts- und Finanzpolitik, Gesundheitswesen und Sozialpolitik, Umweltschutz

Wie viele Mitglieder hat der Zürcher Regierungsrat?

Der Regierungsrat hat 7 Mitglieder. Diese werden gleichzeitig wie der Kantonsrat alle vier Jahre von der stimmberechtigten Bevölkerung gewählt.

Wie heisst das Parlament im Kanton Zürich?

Das Parlament des Kantons Zürich heisst Kantonsrat. Dieser entscheidet über die Gesetze im Kanton und auch darüber, für welche Projekte im Kanton wie viel Geld ausgegeben werden darf. Er kontrolliert ausserdem die Kantonsregierung bei der Umsetzung von Gesetzen.

Wie viele Mitglieder hat der Kantonsrat Zürich?

Der Kantonsrat (Legislative) umfasst 180 Mitglieder, die alle vier Jahre neu gewählt werden.

Was ist der Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur?

Demokratie ist eine Regierungsform, bei der das Volk durch Wahlen und Abstimmungen entscheidet und die Macht aufgeteilt ist. Eine Diktatur hingegen ist eine Regierungsform, in der eine Person oder eine kleine Gruppe unangefochten die Macht hat und kontrolliert.

Wie heissen die 3 Gewalten?

Legislative, Exekutive und Judikative.

Was machen die 3 Gewalten?

Die Legislative sind die Parlamente. Sie machen und entscheiden über Gesetze. Die Exekutive sind die Regierung und die dazugehörige Verwaltung. Sie führen Gesetze aus und setzen sie um. Die Judikative sind die Gerichte. Sie entscheiden in einem Streitfall darüber, wie ein Gesetz angewendet werden soll. Das Ziel ist eine Machtbegrenzung.

Nenne mindestens 3 unterschiedliche Herrschaftsformen.

Monarchie (eine Person ist Staatsoberhaupt, meistens auf Lebenszeit)
Aristokratie (die Macht liegt bei einer gesellschaftlichen Oberschicht, z. B: Adligen)
Oligarchie (die politische Macht liegt bei einer kleinen Gruppe)
Theokratie (Die Macht wird auf Gott zurückgeführt - die politischen Führer sind auch religiöse Autoritäten)
Diktatur"(das Gegenteil von Demokratie: die Macht liegt bei einer Person oder einer Gruppe, es gibt keine Mitsprache für die Bevölkerung, die persönlichen Freiheiten sind eingeschränkt)

Was ist die Bundesverfassung einfach erklärt?

Die Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV) ist das Grundgesetz des Landes. Sie regelt wichtige Grund- und Menschenrechte, Rechte von Bund, Kantonen und Gemeinden, politische Rechte und Pflichten sowie Aufgaben und Kompetenzen von Bundesbehörden, Parlament und Regierung.

Was versteht man unter Volkssouveränität?

Volkssouveränität bedeutet, dass das Volk durch Wahlen direkt oder indirekt seine Regierung, seine GesetzgeberInnen und seine RichterInnen selbst bestimmen kann.

Kennst du ein Bürgerrecht in der Schweiz?

Die Bürgerrechte umfassen: politische Rechte (z.B. das Stimmrecht oder das passive und aktive Wahlrecht), soziale Rechte (z.B. das Recht auf Alters- und Hinterbliebenenrenten oder auf Arbeitslosenentschädigung), bürgerliche Rechte (z.B. die Versammlungs-, die Meinungsäusserungs- oder die Vereinigungsfreiheit).

Was ist ein fakultatives Referendum?

Bundesgesetze werden von der Bundesversammlung (Nationalrat und Ständerat) beschlossen. Die Bevölkerung stimmt normalerweise nicht über ein Bundesgesetz ab. Werden jedoch innerhalb von 100 Tagen 50000 Unterschriften gesammelt, so kommt es doch zu einer Volksabstimmung. Die Bevölkerung stimmt dann über das Gesetz ab. Dies nennt man fakultatives Referendum. Man spricht darum von einem fakultativen Referendum, weil es nicht automatisch zu einer Volksabstimmung kommt.

Was ist ein obligatorisches Referendum?

Über einer Verfassungsänderung oder einen Beitritt zu gewissen Organisationen (z.B. für die UNO oder die EU), muss das Volk abstimmen. Anders als bei einem fakultativen Referendum müssen dafür keine Unterschriften gesammelt werden. Bei einem obligatorischen Referendum braucht es das doppelte Mehr, es muss also sowohl die Mehrheit des Volkes als auch die Mehrheit der Kantone zustimmen.

Was ist eine repräsentative Demokratie?

Die repräsentative Demokratie ist eine Herrschaftsform, in der politische Entscheidungen im Gegensatz zur direkten Demokratie nicht unmittelbar durch das Volk selbst getroffen werden, sondern durch gewählte Repräsentanten.

Kennst du Länder mit einer repräsentativen Demokratie?

Die Bundesrepublik Deutschland, die Vereinigten Staaten von Amerika und das Vereinigte Königreich Grossbritannien

Was ist der Unterschied zwischen einer direkten Demokratie und einer repräsentativen Demokratie?

In einer direkten Demokratie können BürgerInnen nebst der Wahl der VertreterInnen auch über Sachfragen entscheiden (Abstimmungen). In einer repräsentativen Demokratie können Personen nicht direkt über Volksentscheide mitentscheiden. Sie wählen VertreterInnen, welche alle politischen Entscheide fällen.

Wie oft finden in der Schweiz nationale Wahlen statt?

Nationale Wahlen finden alle vier Jahre statt.

Wie heisst das Schweizer Parlament?

Bundesversammlung, bestehend aus dem National- und dem Ständerat.

Was bedeutet das Begriff «Konkordanz» in Bezug auf die Schweizer Politik?

Eine politische Strategie, die darauf abzielt, unterschiedliche Meinungen und Interessen in Einklang zu bringen.

Was ist der Unterschied zwischen einem Referendum und einer Volksinitiative in der Schweiz?

Referendum: Das Volk kann ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz anfechten, indem innerhalb von 100 Tagen mindestens 50000 Stimmberechtigte das Referendum ergreifen. Das Gesetz wird dann dem Volk zur Abstimmung vorgelegt. Volksinitiative: Eine Volksinitiative ermöglicht es den Stimmberechtigten, eine Gesetzesänderung oder eine neue Verfassungsbestimmung zu fordern. Um eine Volksinitiative einzureichen, müssen mindestens 100000 gültige Unterschriften von Stimmberechtigten innerhalb von 18 Monaten gesammelt werden.

Weshalb nimmt Uster eine zentrale Rolle in der Geschichte der Demokratie ein?

Am 22. November 1830 versammelten sich ein paar Tausend Männer der zürcherischen Landschaft und verlangten mit dem «Memorial von Uster» eine neue Verfassung. Die Hauptforderung war die Gleichstellung von Stadt und Land, da die ländlichen Gebiete zu dieser Zeit politisch benachteiligt waren. Die Ereignisse von Uster haben somit die Demokratisierung und die Modernisierung des Kantons Zürich vorangetrieben und beeinflussten auch andere Kantone und die Schweiz als Ganzes.

Wieso war Winterthur für die Geschichte vom Kanton Zürich so wichtig?

In der Stadt gab es im 19. Jahrhundert starke soziale Bewegungen, die für die Interessen der ArbeiterInnen und der ärmsten Bevölkerungsschichten eintraten. Diese Bewegungen führten zu politischen Veränderungen, wie der Gründung von Arbeiterparteien und Gewerkschaften.

Was bedeutet «Absolutes Mehr»?

Die absolute Mehrheit erreicht man bei einer Abstimmung, wenn man die Hälfte der abgegebenen Stimmen plus eine erreicht. Bei einer Stimmbeteiligung von 100 Personen liegt das absolute Mehr bei mindestens 51 Stimmen

Was bedeutet «Relatives Mehr»?

Das relative Mehr erreicht man bei einer Wahl, wenn man die meisten Stimmen erhält. Das relative Mehr kommt bei Mehrheitswahlen zum Einsatz, zum Beispiel gehen bei Zürcher Parlamentswahlen die Sitze an die Personen mit den meisten Stimmen.

Nenne 3 grössere Parteien in der Schweiz.

Die Mitte, EVP, FDP, SP, SVP, GLP, Grüne

Welche Positionen / Meinungen vertreten «linke» Parteien in der Schweiz?

Ein starker Sozialstaat, der die sozialen Unterschiede ausgleicht. Interessen der ArbeitnehmerInnen im Vordergrund. Preiskontrollen. Mehr Friedenspolitik, weniger Armee.

Welche Positionen / Meinungen vertreten «rechte» Parteien in der Schweiz?

Freiheit und Selbstverantwortung, der Staat greift nur zur Not ein. Interessen der ArbeitgeberInnen im Vordergrund. Freies Unternehmertum, ökonomische Anreize. Starke Landesverteidigung.

Rund ein Drittel der Bevölkerung darf nicht wählen, weil sie z.B. minderjährig oder AusländerInnen sind. Wie kann man sich trotzdem politisch engagieren?

Zum Beispiel an Kundgebungen teilnehmen, auf Social Media aktiv sein, Blogs verfassen, ins Jugendparlament eintreten, auf www.engage.ch ein Projekt hochladen, meldet euch bei «Jugend debattiert» oder schaut mal auf www.discussit.ch vorbei.

Warum werden Medien oft als 4. Gewalt bezeichnet?

Medien informieren darüber, was in der Politik passiert. Sie berichten zum Beispiel, ob die gewählten PolitikerInnen ihre Versprechen einhalten oder nicht. Mit ihrer Themenauswahl können sie die öffentliche Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema lenken. Medien fördern die politische Diskussion, indem verschiedene Meinungen abgebildet werden. So haben sie einen grossen Einfluss auf die Meinungsbildung in der Bevölkerung. Aus diesen Gründen werden Medien oft als «vierte Gewalt» bezeichnet.

Welche Bedeutung hatte das Jahr 1848 für die Schweiz?

1848 entstand die erste Bundesverfassung. Sie enthält die obersten Rechtsnormen der Schweiz sowie die Grundrechte und die Pflichten der SchweizerInnen.

Wann wurde in der Schweiz das Frauenstimmrecht eingeführt?

Das Frauenstimmrecht wurde in der Schweiz 1971 angenommen, 53 Jahre nach Deutschland, 52 Jahre nach Österreich, 27 Jahre nach Frankreich und 26 Jahre nach Italien.